Fortsetzungsroman pt. #02

Was bisher geschah gibt es hier zu lesen

Vor diesem Moment hat er sich lange gefürchtet und auch jetzt, wo der Abschied unmittelbar bevor stand, änderte sich daran nichts.
Von seiner Familie hatte sich Phillip bereits am Abend zuvor verabschiedet, da er bereits um 5 Uhr in der Früh das Haus verlassen musste. Seiner Schwester Dominique [...]

Katja ist eine Hälfte des TJJ

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Was bisher geschah gibt es hier zu lesen

Vor diesem Moment hat er sich lange gefürchtet und auch jetzt, wo der Abschied unmittelbar bevor stand, änderte sich daran nichts.
Von seiner Familie hatte sich Phillip bereits am Abend zuvor verabschiedet, da er bereits um 5 Uhr in der Früh das Haus verlassen musste. Seiner Schwester Dominique fiel der Abschied ebenso schwer wie ihm. Ein bisschen schämte er sich auch dafür, dass er genauso schwach war, wie seine 8 Jahre jüngere Schwester. Auf der anderen Seite verband die Beiden aber auch eine Menge.
Dominique wurde zwei Monate zu früh geboren. Philipps Vater hatte schon damals nur die Arbeit im Kopf und seiner Mutter ging es nach der Geburt so schlecht, dass sie sich kaum um ihr Kind kümmern konnte. Was heißt kümmern – in der ersten Zeit konnte man es ja mehr oder weniger nur anschauen. Das machte alles nur noch schlimmer für sie.
Also saß Philipp die meiste Zeit am Bettchen seiner kleinen Schwester. Jeden Tag nach Schulschluss nahm er den Bus 447 in Richtung Klinikum, fuhr dort in die 4. Etage um endlich sein Schwesterchen sehen zu können.
Philipps Gedanken wurden jäh unterbrochen von dem einfahrenden Regionalexpress, der ihn in sein neues „Leben“ bringen sollte. Hoffnungslos überfüllt mal wieder. Auch das tat seiner Laune natürlich alles andere als gut. Noch mieser gelaunt als zuvor stieg Philipp also ein in den Zug und suchte sich einen Sitzplatz, der – wie immer – das Geld was er bezahlt hatte nicht wert war. Nachdem er sich noch viele Male von der Treppe, auf der er saß, erheben musste um eine Menge schmieriger Schleimscheißer durchzulassen, die in das Abteil der 1. Klasse wollten, fuhr der Zug los. Langsam entfernte sich alles – der Bahnsteig, der Funkturm, die Stadt, das alte Leben.




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